Fühlst du dich schuldig, wenn du dir Zeit für dich nimmst? 

Das sitzt bei uns Frauen so viel tiefer...

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Ladies, welcome to the HUSTLE

Du sitzt auf der Terrasse. Kaffee in der Hand, Sonne auf der Haut. Ein Moment, der eigentlich dir gehört.

Und dann in dir, die nervigste aller Stimmen:

Die Wäsche ist noch im Trockner. Oh, ja und beim Zahnarzt musst du noch anrufen. Und stimmt die Kaffemaschine braucht entkalken.

Ersetz das gern durch deine eigene Liste, jede Frau hat ihre eigene Hustle-Version davon, die sich genau in diesem Moment meldet. Dem Moment, in dem eigentlich nichts von dir verlangt wird.

Dein Kaffee wird kalt, während du innerlich schon längst wieder am Arbeiten bist.

Die Stimme aus der Vergangenheit

Diese Stimme kommt selten aus dem Nichts. Meistens ist sie alt. Sehr alt. Aus der Zeit, in der du als Kind gelernt hast: Zuwendung muss man sich verdienen. Nicht: Ich darf einfach da sein.

Sie stammt aus der Zeit, als du gelernt hast: Zuwendung verdient man sich. Nicht: Ich darf einfach da sein, ohne was zu leisten.

Und was du als Kind gelernt hast, wendest du jetzt auf dich selbst an. Zeit für dich gibt's erst, wenn der Rest erledigt ist. Wenn alle zufrieden sind.

Blöd nur: dieser Punkt kommt nie. Es gibt immer noch was. Und selbst wenn wirklich nichts ansteht, erfindet dein Kopf was – bevor du dir erlaubst, einfach nur zu sein.

Das ist kein Kalender-Ding

Kein Zeitmanagement-Ding. Termine kriegst du hin. Du bist nicht "zu doof", dir Zeit zu nehmen.

Es sitzt woanders.

Zum Beispiel bei deiner Mutter. Schau zurück: Wie ist sie mit Ruhe umgegangen? Mit sich selbst an erster Stelle, auch nur für eine Stunde? In den meisten Fällen, so wie es zwischen den Siebzigern und Neunzigern halt eben war, hat sie die Familie gehalten. Ohne eigenes Terrain. Ohne die Option, Tür zu, ich bin jetzt für mich da. War gesellschaftlich gar nicht vorgesehen. Und ihre eigenen Mütter, oft noch Kriegsgeneration, haben's ihr nie anders gezeigt. Kein Raum für "wie geht's mir eigentlich".

Trotzdem: keine schlechte Mutter, kein Fehler. In ihrer Zeit war's einfach Standard. Aber Kinder kopieren Vorbilder, nicht Bücher. Und du hast kopiert: Mama funktioniert immer. Hält immer alles aus. Also mach ich das auch so.

Oder du warst die Kümmerin. Ein Elternteil, das nicht konnte, aus welchem Grund auch immer. Und du bist reingerutscht. Ich muss mich kümmern. Ich muss da sein. Das Nervensystem merkt sich sowas. Und Jahrzehnte später fällst du wieder rein. Weil alte Muster Sicherheit bedeuten UND hartnäckig sind. 

Und wenn du dann versuchst, da rauszukommen, meistens wenn du merkst, du bräuchtest mehr Zeit für dich, weil das Durchrödeln dich auslaugt, taucht sie wieder auf. Die Schuld.

Der eigentliche Bruch

Hier will ich genauer hinschauen.

Diese Stimme, die sagt, du müsstest dir Zeit erst verdienen, die nimmst du ja nicht bewusst wahr... die ist gut getarnt. Und drunter liegt: ein Vertrauensbruch.
Einer, der sich in dir eingenistet hat: Du glaubst nicht, dass du wertvoll bist, nur weil du da bist. Du glaubst, du musst es dir erarbeiten.

Und der macht genau das, was jeder Vertrauensbruch macht. Er lässt dich misstrauisch werden. Diesmal dir selbst gegenüber.

Du kannst auf der Terrasse sitzen, Kaffee in der Hand, Sonne auf der Haut und trotzdem nicht ankommen. Weil ein Teil von dir dem Moment nicht traut. Weil ein Teil von dir sagt: das steht dir noch nicht zu.

Dein Fundament, das eigentlich Muttererde sein sollte – fest, tragend, selbstverständlich – ist irgendwo unterwegs zu Treibsand geworden. Und auf Treibsand kann man schlecht einfach nur sitzen und Kaffee trinken.

Schlechtes Gewissen Zeit für mich

Naturverbindung: Was der Baum weiß

Leg deine Hände auf einen Baum.

Rinde. Rau oder glatt, kühl oder warm, ist egal. Spür einfach, was da ist. Ein paar Atemzüge. Ohne es dir vorher verdienen zu müssen.

Und während deine Hand da liegt: Dieses verdienen müssen ist kein Baustein in der Natur. Er wirft im Herbst seine Blätter ab und treibt im Frühling wieder aus, weil das sein Rhythmus ist. THAT's IT. Rhythmus nicht Hustle. 

Kein Baum blüht, weil er sich die Blüte vorher durch "gutes Baum sein" verdient hat. 

Du bist kein Baum, klar. Aber du bist auch keine Maschine, die durchläuft. Du kannst nicht rund um die Uhr funktionieren, Verantwortung tragen, Emotionen halten, Job und Kinder und Haushalt gleichzeitig stemmen. Das reißt jeden irgendwann um. Wie ein Baum, dem man nie erlaubt, die Blätter fallen zu lassen. Der wird im Winter kaputt gehen...

Du wächst mit dem, was kommt. Manchmal trägst du mehr, als du dachtest. Aber danach kommt die Phase, in der der Boden sich wieder sammeln muss. Das ist der natürliche Kreislauf eines weiblichen Körpers. 

Wenn du diesen Rhythmus für dich willst

Was zeigt dir die Natur gerade? Wo könntest du dich leichter in deinen eigenen Rhythmus einfügen, statt ständig gegen ihn anzurudern?

Falls du dir dafür Begleitung wünschst: SheConnects ist meine Membership genau dafür. 33€ im Monat, zweimal die Woche echte Live-Impulse aus der Natur – Übungen, Naturmomente, Check-ins mit deinem Körper. Du musst dir nichts selbst zusammensuchen. Nur ankommen und mitgehen.

Schön, dass es dich gibt.

Deine Andrea