Selbstmitgefühl
Die Stimme an die du dich erinnern darfst: Selbstmitgefühl für Frauen.
Welche Stimme ist da?
Wenn dir was runterfällt. Wenn du Grenzen setzt und negatives Feedback bekommst. Wenn du unerwartet nein sagst.
Welche Stimme meldet sich in dir?
Bei den meisten Frauen klingt sie so: Warum bist du eigentlich so? Reiß dich mal zusammen! Das hättest du besser machen können. Nächstes Mal musst du was draus lernen.
Hart.
Diese Härte, die wir gelernt haben – wir spüren sie am meisten in der Stimme in uns.
Warum Selbstmitgefühl leichter zu greifen ist als Selbstliebe
Selbstmitgefühl ist ein bisschen leichter zu greifen als Selbstliebe. Finde ich zumindest. Selbstliebe ist immer ein sehr großes Wort – und genauso wichtig – aber Selbstmitgefühl ist ein Teil davon.
Es ist einer der Basicpfeiler, den wir in unserem Alltag, in unserer Welt als Frauen brauchen.
Unser voller, oft überladener, überlasteter Alltag macht es schwierig, den Kontakt zu unserem Körper, zu uns selber zu halten. Vielleicht war der Kontakt auch nie wirklich da, weil wir aus einer Gesellschaft kommen, die Leistung über Fühlen bewertet.
Dadurch ist so viel Härte, so viel Druck entstanden, dass wir die Basics – die Dinge, die uns als Frauen besonders wertvoll sind, die uns besonders fühlen lassen – verloren haben.
Mitgefühl als Gegenpol zum "alles zusammen halten"
Mitgefühl ist eine Säule, wie wir aus diesem System des Leistens und des Hartseins zu uns selbst heimkommen können.
Mitgefühl haben wir oft mit anderen – mit Kindern, Partnern, Eltern – aber ganz selten mit uns selber, weil das auch eines der Dinge ist, die wir nie beigebracht bekommen haben.
Selbstmitgefühl ist keine schöne Idee. Das ist kein "das mach ich mal, wenn ich mal Zeit habe".
Wenn du kein Mitgefühl mit dir selbst hast und das nicht fühlst, wirst du immer irgendwo gegen dich arbeiten.
Dann kannst du nur so viel reflektieren, verstehen und im Kopf durchdenken. Es wird sich im Gefühl nichts verändern, weil das auf einer anderen Ebene ist.
Kopf und Körper sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Das bist natürlich beides du. Aber wenn wir es im Körper nicht fühlen können, wenn wir es nicht verkörpern können, dann bleibt es bei der schönen Idee.
Das Wichtigste: Selbstmitgefühl als Basics
Es passiert so leicht, dass wir nach dem nächsten Tool suchen, der nächsten Methode, der nächsten Veränderung, dem nächsten Durchbruch. Alles geht uns nicht schnell genug.
Aber das Wichtigste sind die Basics. Dieses tiefe Spüren in der Natur. Dieses Blühen, einfach nur um der Blüte wegen. Einfach nur Schönheit. Empfangen, Luxus, Lebensfreude. Diese ganzen Basisdinge, die sich eigentlich so schön anfühlen – die vergessen wir darüber.
Wir vergessen sie, weil diese Welt, die wir uns gebaut haben, dieses Konstrukt in diesem Leisten, Machen, Tun, Organisieren – uns drin hält.

Selbstmitgefühl wie eine Blüte, die sich öffnet
Die Stimme des Mitgefühls ist genauso in dir. Eine Stimme, die nicht bewertet, die nicht drängt, die nicht härter wird, wenn es schwierig wird. Die dich nirgends durchpuscht oder durchdrückt – sondern Selbstmitgefühl wie eine Blüte sieht, die sich öffnet.
Da zieht auch keiner an den Blütenblättern und sagt "Mach mal schneller". Es dauert einen Moment.
Das Öffnen funktioniert erst, wenn die Bedingungen passen, wenn es warm genug ist, wenn es sicher ist. Wenn wir eine gewisse Basis, eine gewisse Sicherheit aufgebaut haben.
Dann kann Selbstmitgefühl wieder von selber fließen. Und dann ist es auch was Natürliches.
Wir dürfen anfangen, liebevoller mit uns zu sprechen. Diese Stimme in uns liebevoller zu begegnen – nicht weil du musst, sondern weil du es wert bist, dass du mit dir liebevoll umgehst.
Lebendig sein als Frau
Nur wenn wir fühlen, wenn wir uns wirklich spüren, wenn wir unseren Körper spüren, können wir auch wirklich lebendig sein als Frauen.
Wir gehen nicht von A nach B – wir funktionieren in Zyklen, in Spiralen.
Da braucht es dieses Mitgefühl mit uns selber, um wirklich auch lebendig zu sein, weil wir dann viel mehr in diesen Fluss, in dieses Fließen, in dieses weich sein hineingleiten können.
Ohne das Gefühl zu haben, hilflos zu sein. Ohne zu denken: "Jetzt bin ich voll angreifbar, wenn ich weicher mit mir bin."
Wir dürfen uns das in uns selber kultivieren, ansähen, paar Samen im Mai setzen.
Ich lade dich ein, den Raum in deinem Körper um dein Herz herum wieder mehr zu bewohnen.
Dass die Stimme in dir ein bisschen mehr Zuneigung, ein bisschen mehr Liebe und Fürsorge bekommt – die da vielleicht noch hart ist, die vielleicht nur streng mit dir ist.
Schön, dass es dich gibt.
Deine Andrea
TaraLux Connect ist die Membership für Frauen, die ihre Weiblichkeit wirklich leben wollen. Verletzlich und souverän. Woche für Woche. Im Rhythmus der Jahreszeiten.

